Reisebericht aus Sandsoya vom 07.05.-16.05.2009
Endlich habe ich die Zeit gefunden, um den 3.Reisebericht über Sandsoya zu schreiben. Also ich fang mal an: Mit an Board unseres 3.Angeltrips nach Sandsoya waren wie immer Jan, Ralf, Sven und unserer neuer Angelfreund Andre. Abfahrt 07.05. um 02:00 Uhr von Markranstädt nach Rostock, pünktlich um 06:00 Uhr am Fähranleger angekommen ohne Probleme und 08:00Uhr ging’s dann mit der Fähre Richtung Trelleborg. Um 13:45Uhr angekommen alles super geklappt, sehr schöne ruhige Fahrt, so nun noch den Zoll in Schweden, eine nette ältere Dame fragte uns bloß ob wir zum arbeiten nach Norwegen oder um Urlaub zu machen, nach dem wir sagten das wir zum Urlaub machen unterwegs seien, winkte sie uns freundlich durch. Nun ging eine lange Reise nach Sandsoya los. Nach ca.5Stunden Fahrt hielten wir an einen kleinen See in Schweden, mitten im Wald, es war einfach herrlich, eine kleine Grillhütte nutzten wir natürlich sofort zum grillen. Der Grill war gerade angeworfen, da holte sich Jan schon seine Spinnrute aus dem Auto und siehe da es dauerte keine 5 Minuten und es biss ein kleiner Hecht. Das ließ mir natürlich keine Ruhe und ich übernahm mal kurz seine Angel und fing ebenfalls einen schönen Hecht, die wir natürlich wieder zurück setzten. Frisch gestärkt ging’s nach ca. 4Stunden weiter Richtung Norwegen.


Mitten in der Nacht am Zoll angekommen, stoppten uns 2 Zollbeamte:“ haben Sie Alkohol“, wir bejahten die ganze Sache und sagten das wir nur die vorgeschriebene Ration mithaben, mit einem Lächeln ließen Sie uns weiter fahren. Die gesamte Weiterfahrt lief ohne Probleme, bis auf die Müdigkeit, und wir erreichten bei Regen und starkem Wind um 12:00Uhr Sandsoya. Schnell die Sachen ins Haus gebracht, jeder sein Zimmer belegt und dann eine Runde aufs Ohr gehauen, wir konnten bei dieser Windstärke eh nicht mehr raus fahren.
1.Tag
In aller Ruhe gefrühstückt, da der Wind eher noch zugenommen hatte(ca.14m/s), blieb uns nichts weiter übrig unser Glück im Hafen zuprobieren, Brandungsangeln fertig gemacht und los ging’s. Bei heftigen Regen und Sturm versuchten wir mit ach und krach unsere Vorfächer im Hafen zu versenken, aber bei diesem Sturm machte es selbst uns Angelverrückten keinen Spaß und wir brachen ab und verbrachten den restlichen Tag im Haus und machten Pläne für die nächsten Tage. Am Abend kamen auch noch unsere Nachbarn, sie waren die letzten 2 Jahre auch schon vor Ort, ohne Absprache.
2.Tag
In aller Ruhe um 07:00Uhr raus aus den Federn und nach gutem Frühstück rauf aufs Boot. Der Wind hatte ein wenig nachgelassen und wir versuchten die erste Ausfahrt. Wir fuhren Richtung Meer und hielten an einer schönen Stelle wo wir einige Seelachse fangen und unser Neuling Andre seinen ersten Fisch seines Lebens, er war total happy und wollte sofort mehr Fisch haben, auf einmal sah ich wie er die Angel weglegte und erst mal nur zuschauen wollte. Ich sah genau dass es ihm schlecht ging, wegen der Wellen. Deswegen fuhren wir dann in den Fjord und machten dort noch einige Versuche aber mit wenig Erfolg. Andre hing voll durch und nachdem Ralf was aus der Kajüte wollte und Andre sich bewegen musste hielt er es nicht mehr aus und fütterte die Fische an. Da wir viel Mitleid hatten fuhren wir rein und setzten Andre ab. Wir fuhren wieder in den Fjord aber nur ein Leng war die Ausbeute
3.Tag
Um 7:00Uhr raus aus den Federn, der Wind ließ immer mehr nach und wir konnten aufs Meer fahren bei strahlenden Sonnenschein. Andre hatte sich natürlich vorher ein paar Tabletten eingeworfen die sogar halfen. Wir fuhren einige gute GPS Punkte an, die wir von den letzten Jahren her kannten, und siehe da der Fisch musste auf uns gewartet haben, wir fingen überwiegen Seelachs, ein paar Lumben, Schellfisch und 3 Rotbarsche. So ca. 14:00Uhr stotterte unsere Dieselschnecke merkwürdig und ging dann einfach aus, die sch… Batterie war alle. Kurzer Anruf bei Vermieter und der schleppte uns dann rein. Wir bekamen eine neue Batterie und unser Boot funktionierte wieder. An diesen Tag hatten wir unsere Kisten reichlich gefüllt und wir mussten ja auch noch filetieren. Abends noch schön ein Bierchen getrunken und schön ins Bett gefallen.





4.Tag
Heute ging’s bei zeiten raus und wir waren so gegen 7:00Uhr auf dem Meer, doch es war wieder zuviel Wind und wir mussten in den Fjord flüchten. Wir versuchten es diesmal mit Naturköder und fingen ein paar schöne Küchenlengs und zum Abschluss noch einen Seeteufel von 12Pfund.
5.Tag
In aller Ruhe aufgestanden, wir fuhren wieder Richtung Meer der Wind hielt sich in Grenzen und wir machten einige schöne Driften mit viel Seelachs, Schellfisch, Polack und Lumben. Der Wind nahm wieder zu und wir fuhren wieder in den Fjord und fingen ein paar Lengs. Andre hatte noch mit einer großen Wasserpflanze zu kämpfen die er aus 120m Tiefe hochpumpte. Danach fuhren wir wieder rein und filetierten bis zum Abend.
6.und letzter Tag zum angeln
Wieder um 8:00Uhr raus aufs Meer, bei strahlenden Sonneschein . Seelachse, Lumbs und Leng ließ nicht lange auf sich warten. Da unsere Kisten schon wieder schön gefüllt waren, setzten wir noch mal um und fuhren weiter raus. Unser Echolot zeigte wieder Seelachsschwärme ohne Ende, wir ließen unsere Pilker runter und fingen diesmal kleine Seelachse, irgendwo mussten sich ja die großen Räuber auch mal bedienen und siehe da nach kurzer Zeit stieg der erste große Dorsch ein.Wir freuten uns riesig darüber das wir endlich mal so eine Stelle gefunden hatten. Uns blieb ja nicht mehr so lange Zeit zum angeln, als plötzlich wieder bei jedem die Rute krumm war und es waren wieder Dorsche und Polack. Ich versuchte es mal mit Giant Jighead aber es waren nur Fehlbisse dabei, und mein Gummifisch sah total zerflettert aus. Wir wollten gerade die letzten 5 Minuten einleuten, als Jan noch einen schönen Biss auf Naturköder bekam, ein schöner Dorsch von 1,02m und 18 Pfund hing am Haken. Leider mussten wir nun reinfahren bei so einer schönen Stelle, aber es nützt ja nix. Drin angekommen schnell alles filetiert und eingefroren. Der letzte Tag hatte such wirklich noch mal gelohnt, die Dorsche waren alle zwischen 14 und 18Pfund schwer und die Lumben um die 12Pfund. Nun packten wir langsam unsere Sachen und ließen den Abend in aller Ruhe ausklingen.


7.und Abreisetag
Um 8:00Uhr raus, Auto eingeladen und gegen 13:00Uhr mit der Fähre von der Insel runter. Bei schönem Wetter und ohne irgendwelche Zwischenfälle über Oslo durch Schweden ohne Zollkontrolle bis Trelleborg und dann mit der Fähre nach Rostock und nach weiteren 4 Stunden Fahrt endlich Daheim. Fazit des Urlaubs, trotz schlechten Wetter am Anfang, reichten uns die letzten Tage um schöne Angelstunden zu verbringen und reichlich Fisch(15 Kilo)für jeden mit nach Hause zu nehmen, gute Unterkunft wie immer, super Dieselschnecke und wie immer nette Nachbarn und wir bedanken uns noch mal bei unserem Vermieter der uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr zum 4.Mal nach Sandsoya zu fahren.
Und alle die ihren Urlaub noch vorsich haben den wünsch ich viel Erholung und viel Fisch.
